Einwohnermeldeamt Wohnsitz melden

Wer in Deutschland lebt, muss das melden. Und zwar beim Einwohnermeldeamt. Egal ob Umzug, Zweitwohnung oder Auswanderung, das Amt will immer Bescheid wissen.

Das An- und Ummelden erledigen Sie beim Einwohnermeldeamt, das in manchen Gemeinden auch Bürgerbüro oder Bürgeramt heißt. Dafür brauchen Sie ein gültiges Ausweisdokument und ein Meldeformular, das Sie beim Amt bekommen. Meist wird nach dem erfolgten Um- und Anmelden direkt die neue Adresse auf Ihrem Personalausweis vermerkt. Sie können auch einen Vertreter mit einer schriftlichen Vollmacht schicken, dieser muss dann auch Ihren Personalausweis zum Amt bringen. Der Verwaltungsakt ist meist kostenlos, in manchen Gemeinden wird eine geringe Gebühr erhoben.

Anmelden oder Ummelden?

Anmelden müssen Sie sich, wenn Sie in eine neue Stadt oder Gemeinde ziehen. Dies ist auch Voraussetzung für viele weitere amtliche Leistungen, wie die Zustellung einer Lohnsteuerkarte oder die Zulassung eines Kraftfahrzeugs.
Ziehen Sie innerhalb einer Gemeinde um, müssen Sie sich lediglich ummelden. Das Prozedere ist dasselbe wie beim Anmelden.

Haupt- oder Zweitwohnsitz?

Bewohnen Sie mehrere Immobilien, müssen Sie festlegen, welche Haupt- und welche Zweitwohnsitz ist. Die Entscheidung richtet sich danach, wo Sie am meisten Zeit verbringen oder wo Ihre Familie lebt, wenn Sie mit dieser unter einem Dach zusammenleben. In jedem Fall müssen Sie in allen von Ihnen bewohnten Immobilien gemeldet sein.

Abmelden

Kehren Sie Deutschland den Rücken, müssen Sie Ihren Wohnsitz abmelden. Auch wenn Sie erneut Ihren Zeitwohnsitz in Ihren Hauptwohnsitz umwandeln, müssen Sie sich abmelden. Bis 2004 galt das auch für den einfachen Wegzug innerhalb Deutschlands, nun ist es nur noch für Auswanderer und die Rückumwandlung von Zweit- in Hauptwohnsitz vorgeschrieben.

Fristen

In den meisten Gemeinden gilt eine Frist von einer Woche, bei Neuzuzügen sind es manchmal auch zwei. Nehmen Sie die Fristen ernst, bei Versäumnis können die Ämter Bußgelder verhängen. Diese reichen von 10-30 Euro bei wenigen Tagen und können bis zu 500 Euro steigen, wenn Sie die Meldung um mehrere Monate hinauszögern.